skip to content

Dr. Hans Mayr

Facharzt für Physikalische Medizin, allgemeine Rehabilitation und Rheumatologie
A 1140 Wien | Felbigergasse 110, 1-2 | Tel.: 01/911 18 45 | Mobil: 0699/123 09 652 | E-Mail

K
Paracelsus219.jpg

Galileo®-Training

Das Galileo®-Training wendet spezielle (kippende) Ganzkörpervibrationen (GKV) für die Therapie und Rehabilitation von Erkrankungen von Knochen, Muskeln und des Nervensystems an.

Bei welchen Erkrankungen hilft das Galileo®-Training ? (Indikationen)

  • Osteoporose- Steigerung der Knochenfestigkeit
  • Glasknochenkrankheit Osteogenesis imperfekta.
  • Gang- und Gleichgewichtsstörungen
  • Sturzneigung
  • Kreuz- und Rückenschmerzen
  • Fibromyalgie
  • Benignes Gelenkshypermobilitätssyndrom
  • Muskelverspannungen
  • Myogene Cervikalsyndrome
  • Rehabilitation nach Knieverletzungen und Operationen
  • Fußbeschwerden (bei muskulärer Insuffizienz, Spreizfuss und Hallux valgus und Hallux rigidus)
  • Harnverlust bei Belastungsinkontinenz (früher Stressinkontinenz genannt). Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur!
  • Polyneuropathien
  • Restless legs Syndrom
  • M. Parkinson
  • Schlaganfall
  • Parkinson
  • Muskelschwäche durch multiple Sklerose (MS) Enzephalitis disseminata
  • Inkomplette Querschnitt-Lähmungen

Wie läuft das Galileo®-Training ab?

Der Patient steht auf dem Gerät. Niederfrequente mechanische Schwingungen werden über die Fußsohlen in den ganzen Körper eingeleitet.

Das Training wird in 4 Serien pro Trainingstag durchgeführt. Eine Serie dauert 1-3 Minuten. Zwischen den Serien ist eine Pause von mindestens derselben Dauer wie das Training erforderlich. Eine Trainigseinheit dauert daher knapp eine halbe Stunde und kostet 5€.

2 Trainingstage pro Woche sind erforderlich.

Die Dosierung wird für jeden Patienten individuell festgelegt.

 

Was bewirkt das Galileo®-Training?

Durch den tonischen Vibrationsreflex (TVR) wird die Muskulatur zur Kontraktion gebracht, besonders die raschen IIa- Muskelfasern. Außerdem kommt es zu einer sanften Stauchung der Knochen. Diese Reiz ist zur Erhaltung der Knochenfestigkeit erforderlich.

 

Die Wirkung auf die Muskulatur hängt von der Frequenz –gemessen in Hertz (Hz) - ab:

 

  • 5 Hz bis 10 Hz = Willentlicher Ausgleich der Bewegung besonders geeignet zur Behandlung neurologischer Defizite
  • 11 Hz bis 20 Hz = Muskel kontrahiert und relaxiert, Muskelentspannung geeignet zur Behandlung der Beckenbodenmuskulatur bei Inkontinenz und Rückenschmerzen)
  • 21Hz bis 36 Hz = Dauerkontraktion der Muskulatur , Leistungssteigerung, intensive Muskelkräftigung, besonders der schnellen IIa Fasern.

Die Vibrationsimpulse wirken stimulierend auf das Knochengewebe. Das ist durch die direkte Stauchung, den die mechanischen Schwingungen auf den Knochen ausüben bedingt. Noch intensiver sind die durch die Muskelkontraktion auf die Knochen wirkenden Kräfte. Insgesamt wird dadurch die Knochenfestigkeit erhöht.

Zur Behandlung der „Glasknochenkrankheit“ Osteogenesis imperfekta wird die Galileo®- Therapie in Deutschland bereits von den Krankenkassen bezahlt.

 

Galileo zur Osteoporosebehandlung:

Ziel der Osteoporosebehandlung ist die Vermeidung von Knochenbrüchen. Das Galileo®- Training wirkt hier auf mehreren Wegen.

  • Erhöht die Festigkeit der Knochen und unterstützt damit die medikamentöse Therapie, denn sämtliche Osteoporosemedikamente wirken nur bei ausreichender Bewegung und Belastung des Knochens. (Berlin-Bedrest Study)
  • Wirkt gegen die Sturzgefahr. Auch ein durch Osteoporose geschwächter Knochen bricht nur bei Gewalteinwirkung. Diese Gewalteinwirkung rührt praktisch immer von einem Sturz her. (Bruyere 2005)

Es lindert die durch die Osteoporose bedingten Rückenschmerzen (Iwamoto 2005)

 

Wie auch die medikamentöse Therapie der Osteoporose muss das Galileo®- Training über lange Zeiträume durchgeführt werden.

 

 

Was unterscheidet das Galileo®-Training von anderen Ganzkörpervibrationssystemen?

Das Prinzip der seitenalternierdenden Stimulation auf eine Wippe. Dadurch ist es

  • dem physiologischen Ablauf beim Gehen ähnlich
  • kann präzise und individuell dosiert werden
  • sind auch niedere Frequenzen- besonders wichtig bei neurologischen Erkrankungen und geringer Belastbarkeit des Patienten- verfügbar.

 

 

Wie wird das Galileo®-Training dosiert?

Für die Dosierung von Ganzkörpervibrationsimpulsen sind verschiedene Parameter maßgeblich:

  • Amplitudenhöhe: Diese kann am Galileo® durch die Standbreite stufenlos von 0-5,3mm (0-10,6mm Hub) eingestellt werden. Damit ist eine genaue Anpassung an den Patienten möglich. Hebende Vibrationsimpulse können nur mit 1 oder maximal 2 vordefinierten Hubhöhen angewendet werden. Diese vordefinierten Hubhöhen sind aber vom Körpergewicht abhängig, also nicht auf den individuellen Patienten abzustimmen.
  • Frequenz: Diese ist nicht nur für unterschiedliche Wirkungen massgeblich sondern auch für die Intensität.
  • Dauer: Diese beträgt maximal 3 Minuten für eine Serie.
  • Zusatzgewichte: Durch Gewichtswesten oder Hantelstangen kann über die Vorspannung der Muskulatur die Intensität des Trainings bei Bedarf weiter erhöht werden.

 

 

Wann darf man nicht mit dem Galileo® trainiernen (Kontraindikationen)?

Es gibt keine absoluten Kontraindikationen zum Galileotraining. Selbst schwerst dekonditionierte Patienten nach Herztransplantation haben erfolgreich am Galileo® trainiert. (Crevenna 2003).

Um die Sicherheit meiner Patienten zu gewährleisten, wird vor dem ersten Training jeder Patient von mir untersucht.

Vorsicht ist geboten bei:

  • Schwangerschaft
  • frischen Implantate
  • offenen Wunden
  • frische Frakturen
  • Epilepsie
  • Knochentumoren
  • Akutem Hirnschlag
  • Akuten Thrombosen
  • Nieren und Gallensteine

 

 

Gerätetechnische Informationen: Suessmed