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Dr. Hans Mayr

Facharzt für Physikalische Medizin, allgemeine Rehabilitation und Rheumatologie
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Botulinustoxin

Botulinustoxin (Präparatenamen: Xeomin, Botox, Dysport) hat sich in den letzten Jahren bei manchen chronischen Schmerzzuständen als effektive Therapiemassnahme herausgestellt.

Botulinustoxin ist der Giftstoff, der von Bakterien produziert wird, und die Wurstvergiftung hervorrief. (Seit es Kühlschränke gibt, ist diese Erkrankung praktisch ausgerottet). Das Toxin führt zu einer Lähmung der quergestreiften Skelettmuskulatur.

 

Daher begann die Anwendung von Botulinistoxin in der Medizin bei der Behandlung der schweren Spastizität bei Patienten mit Halbseitenlähmungen und Querschnittslähmung. Die Muskelverkrampfungen dieser Patienten können durch ein gezieltes Einspritzen in die spastisch ("krampfhaft") gelähmte Muskulatur gelindert werden.

 

Patientinnen, die Botulinustoxin gegen Falten in die Stirn gespritzt bekamen, beobachteten dann , dass ihre Migräneanfälle seltener und weniger schwer waren. Da diese Beobachtung in wissenschaftlichen Untersuchungen für manche Migräneformen bestätigt werden konnte, war das der Beginn des Einsatzes von Botulinustoxin in der Schmerzmedizin.

 

Derzeit ist die aussichtsreiche Anwendung von Botulinustoxinen in der Literatur beschrieben bei:

 

MIgräne (va chronische Verlaufsformen)

Kombinationskopfschmerz

Chronischer Spannungskopfschmerz mit Migräne

Transformationsmigräne

"Austherapierter" chronischer Kopfschmerz

Tennisellbogen (Epicondylitis radialis),

Neuropathischen Schmerzen

Coxarthrosen, die einer operativen Therapie nicht zugänglich sind

Nach Knieendoprothesen mit nicht zufriedenstellendem Resultat

Stumpfschwitzten und Schmerzen bei Amputierten