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Dr. Hans Mayr

Facharzt für Physikalische Medizin, allgemeine Rehabilitation und Rheumatologie
A 1140 Wien | Felbigergasse 110, 1-2 | Tel.: 01/911 18 45 | Mobil: 0699/123 09 652 | E-Mail

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Weichteilrheuma

Weichteilrheumatische Erkrankungen befallen nicht die Gelenke selber, sondern Muskulatur, Bänder Sehen und Schleimbeutel.

 

Manche bleiben auf einzelne Körperregionen und Strukturen beschränkt. Sie werden unter der Bezeichung lokalisiertes Weichteilrheuma zusammengefasst. Der so genannte Tennisellbogen (Epicondylitis radialis), der Golferellenbogen (Epicondylitis ulnaris) , das Karpaltunnelsyndrom, Ischialgie und Bandscheibenvorfälle und die häufigen Erkrankungen der Schulter (Periarthropathia humeroscapularis, PHS oder Impingement-Syndrome sind Synonyme) gehören dazu.

 

Andere Formen des Weichteilrheumas erfassen nahezu den ganzen Körper: Generalisiertes Weichteilrheuma

 

Häufig und mittlerweile schon allgemein bekannt ist die Fibromyalgie. Sie ist oft auch mit vegetativen Symptomen, Schlafstörungen und Beeinträchtigung von Merkfähigkeit und Konzentration sowie chronischer Müdigkeit verbunden.

 

Das benigne Gelenkhypermoblitätssyndrom (BGHS) ist ebenfalls häufig, wird aber sehr oft nicht diagnostiziert. Es ist eine erbliche Bindegewebserkrankung (Ehlers Danlos Typ 3), die noch einen sehr geringen Bekanntheitsgrad hat, auch unter Ärzten und sogar unter Orthopäden und Rheumatologen.

Charakteristisch ist für die meisten weichteilrheumatischen Erkrankungen, dass sie völlig normale Laborbefunde aufweisen und auch die bildgebende Diagnostik wenig ergiebig ist. Nur Anamnese (Krankengeschichte) und klinischer Befund ermöglichen es dem Arzt, die Diagnose zu stellen.

 

Die Bindewewebssschwäche äußert sich nicht nur am Bewegungsapparat sondern auch an den Gefässen (Varizen, Hämmorhoiden) und an der gestörten Narbenbildung (Keloidneigung).

 

Die Aufklärung der Patientinnen (überwiegend sind Frauen betroffen) und Beratung ist der entscheidende Behandlungsschritt. Darüber hinaus stützt sich die Behandlung auf die Physikalische Therapie. Klassische Schmerzmittel sind nur selten hilfreich, sehr wohl aber oft "atypische Analgetika". Bewegungstherapie und insbesondere die Medizinische Trainingstherapie ist wirksam. Sie darf allerdings nicht nach den allgemein gültigen Dosierungsprinzipien vorgenommen werden. Die Muskulatur der PatientInnen reagiert langsamer auf Trainingsreize. Sie muss daher nach einem modifizierten Trainingsplan gekräftigt werden.

 

Ausführliche Informationen über diese Krankheit sind im Buch "Gelenksüberbeweglichkeit" von Dr. Günther Haberhauer zu finden.